Die Paartalbahn

Diese Seite ist ein Eigenprojekt der Bürgerinitiativen Mobilität (BüMobil) e.V. zur Förderung der öffentlichen Elektromobilität im Bereich der Paartalbahn.

BüMobil e.V. ist ein politisch neutraler Verband, der sich für die nachhaltige umweltfreundliche Multimobilität und die Förderung der umweltfreundlichen echten Elektromobilität im öffentlichen multimodalen Verkehr einsetzt. Den Bürgern steht BüMobil e.V. für Informationen zur Verfügung, die sich für eine nachhaltige, umweltfreundliche multimodale Mobilität im öffentlichen Verkehr interessieren, diese fördern und gestalten wollen.

Ziel

BüMobil e.V. hat sich die Aufgabe gestellt, die Mobilität aus Bürgerhand für Bürger zu fördern und über Bürgerprojekte zu informieren und Handlungsoptionen für eine nachhaltige Elektromobilität aus Bürgerhand zu fördern.
Auch der elektromobile Öffentliche Nahverkehr ist ein nachhaltiger und zukunftsfähiger Jobmotor und generiert neue Arbeitsplätze.

Die Paartalbahn ist für Südbayern ein wichtige und bedeutende Verkehrsachse zwischen den beiden Großstädten Augsburg und Ingolstadt mit über 604 000 Einwohnern (Bevölkerungsentwicklung +8 – 15%) innerhalb der Metropolregion München, die in ihrem Bestand und ihrer Entwicklungsmöglichkeit vorgestellt werden soll.
Neben den vielen anderen Schienenverkehrswegen hat die Paartalbahn sehr hohe bisher ungenutzte verkehrliche Entwicklungspotentiale im Bereich Leistung, nachhaltige umweltfreundliche öffentliche Mobilität und öffentliche Elektromobilität.

Gibt es ein schlüssiges und zukuftsfähiges Ausbaukonzept für die Paartalbahn?
Nein, kein erkennbares politisches Ausbaukonzept, keine politischer Wille und keine politische Beschlussfassung. Ganz im Gegenteil: Die in 2018 gewälte Bayerisches Staatsregierung aus CSU/FW haben Bayern wieder (wie seit über 50 Jahren) zum Autoland und Straßenbauland ausgerufen.
Die Bürger müssen selbst aktiv werden, da die Politik nicht gewillt ist für eine nachhaltige und umweltfreundliche Öffentlichen Elektromobilität und Öffentlichen Multimobilität für über 604 000 Einwohnern zu sorgen.
Näheres zum Thema einseitige Verkehrspolitik finden Sie auf der Seite Presse und Politik .

Politisch versprochene Ausbaumaßnahmen für die Paartalbahn seit 2007:
– Ausbauvorhaben Paartalbahn im Bayerischer Landesentwicklungsplan, BEG, Bundesverkehrswegeplan?
Ergebnis: Keine Investitionsmaßnahmen des Freistaats Bayern / Bundes vorgesehen.
– Haltestellenreaktivierung Paar, u.a.?
Ergebnis: Politisch verschoben auf unbestimmte Zeit.
– die Elektrifizierung von Augsburg-Hochzoll – Ingolstadt bis 2019?
Ergebnis: Politisch gestrichen vom Freistaat Bayern.
– Erhöhung der Streckenhöchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf 160 km/h?
Ergebnis: Politische gestrichen vom Freistaat Bayern.
– Taktverdichtung auf 30 Minuten von Augsburg nach Ingolstadt mit Expresszügen und ICE Anschluss (nach Berlin)?
Ergebnis: Politisch gestrichen vom Freistaat Bayern.
– Neubau Bahnsteige mit einheitlichen neuen barrierefreien und stufenfreien Paartalbahn-Bahnsteighöhe 76 cm.
Ist Bahnsteighöhe Bayern: 19 – 55 cm. Soll-EBO-Bahnsteighöhe 76 cm.
Negative Folge: Keine politischen Planungen des Freistaats Bayern für eine zukunftsfähhige einheitliche stufenfreien EBO-Bahnsteighöhe von 76 cm vorgesehen. Dadurch kein einheitlicher stufenfreier Fahrzeugpool möglich. Keine Stufenfreiheit zwischen Bahnsteig und Fahrzeug im Linienverlauf der Paartalbahn möglich. Neubau unbestimmt und nicht vor 2050.
– Stadtteilverbindende Bahnsteigunterführungen für Friedberg, Aichach, Schrobenhausen, sowie Unterführung Dasing? ÖPNV-Zugangserleichterung?
Ergebnis: Politisch abgelehnt. Keine rad- oder fußgängerfreundlichen Maßnahmen, die den Verzicht auf das Auto erleichtern, und damit auch kein Abbau von Zugangshemmnissen zum umweltfreundlichen und nachhaltigen ÖPNV.
– Paartalbahn-Brückenzustand: Sehr mangelhaft. Viele Paartalbahn-Eisenbahnbrücken sind aus dem Jahre 1875 und müssen wegen Baufälligkeit dringend ersetzt werden.
Ist-Zustand: ZK3+4 (Baufällig und nur noch gering belastbar. Nur noch mit Hilfsbrücken befahrbar.). Soll-Zustand: ZK1+2 (Normal belastbar und befahrbar).
Ergebnis: Keine politischen Maßnahmen des Freistaats Bayern zur Brückensanierung.
– Streckentragfähigkeit / Leistungsfähigkeit (Streckenklasse): Kritisch. Die Paartalbahn ist teilweise nur noch mit Hilfsbrücken befahrbar.
Ist-Zustand: B2 (6,4 t/m). Soll-Zustand: CE/D4 (Deutscher Neu- und Ausbaustandard: D4, 8t/m).  Damit ist die Belastbarkeit der Paartalbahn wegen maroder Brücken und mangelhaftem Oberbau bedenklich herabgesetzt. Nur noch für leichte Züge befahrbar.
Ergebnis: Keine politischen Maßnahmen des Freistaats Bayern / Bundes zur Anhebung auf Soll-Streckenklasse D4.
– Güterverkehrsverlagerung zurück auf die Paartalbahn? Strecke für Schienengüterverkehr wegen maroder Brücken (teilweise) nicht nutzbar.
Ergebnis: Keine politischen Maßnahmen des Freistaats Bayern / Bundes zur Förderung des Schienengüterverkehrs auf der Paartalbahn.
– Wendegleis Augsburg-Oberhausen und neuer Bahnsteig (Bahnsteighöhe 76 cm) für die Paartalbahn? Versprochen für 2014.
Ergebnis: Umsetzung unbestimmt und nicht vor 2025.
– Beseitigung der Langsamfahrstelle Bahnübergang Obergriesbach – Aichach. Ist-Zustand: 20 km/h. Soll-Zustand 120 km/h.
Ergebnis: Keine politischen Maßnahmen. Während man sich beim Thema B300 und Autoverkehr über die Geschwindigkeitsanhebung auf 130 km/h freut.

Politisch versprochen seit 2009 wurde für die Paartalbahn der Anschluß an das S-Bahnnetz München:
– MVV-Expressbuslinie von München-Pasing – Odelzhausen – Dasing für 2015.
Ergebnis: Politisch gescheitert zwischen Regierungsbezirk Schwaben und Oberbayern.
– S-Bahn-Lückenschluss München-Pasing – Odelzhausen – Dasing?
Ergebnis: In Prüfung beim Freistaat Bayern. Keine sonstigen Maßnahmen. Umsetzung unbestimmt und Planung nicht vor 2050 (Inbetriebnahme derzeit vrsl. 2075  – 2100).
– Eine MVV-Expressbuslinie Altomünster – Aichach?
Ergebnis: Politisch gescheitert zwischen Regierungsbezirk Schwaben und Oberbayern.
– S-Bahn-Lückenschluß Altomünster – Aichach?
Ergebnis: Diskutiert seit 1910. In Prüfung beim Freistaat Bayern. Keine sonstigen Maßnahmen. Umsetzung unbestimmt und Planung nicht vor 2050 (Inbetriebnahme derzeit vrsl. 2075 – 2100).

Während auf der maroden Paatalbahn nicht einmal mehr Güterzüge fahren können, wird die B300 wegen des sehr stark zunehmenden Straßengüterverkehr zur vierpurigen gelben Autobahn ausgebaut, autonomfahrenden Lang-E-Lkw mit Oberleitung;  täumt von Flugautos, Flugtaxis und selbstfahrenden Autos, die den Nahverkehr ersetzen sollen und den Autoherstellern ein Mobilitätsmonopol zugesteht und damit zeitgleich die staatliche Daseinsvorsorge weiter privatisiert.
Ergebnis: Unbegrenzte Straßenbauinvestionsmittel des Freistaat Bayern / Bund für die Straßenverkehrslobby.
Deutlicher kann man eine einseitige Lkw- und Autoverkehrspolitik nicht darstellen.

BüMobil e.V. setzt sich seit einigen Jahren für den besseren Anschluss der Paartalgemeinden zum S-Bahnnetz München und MVV-Raum ein. Es konnten zumindest kleinere Verbesserungen erreicht werden.
Die bisherige die Politik nimmt die Notwendigkeit einer Verkehrswende nicht ernst und lehnt diese sogar aktiv ab. Umfangreicher flächenfressernder Straßenbau und weitere Vermehrung des fossilen Autoverkehr soll alleine das Problem von weiter massiv steigenden Autopendlerzahlen in Höhe von ca. 20 000 Autopendlern in den Raum Dachau und München lösen. Der Raum Augsburg ist vom selbigen Verkehrsproblem des fossilen Autoverkehrs betroffen. Jedoch wird gerne übersehen, dass hierbei das Autoverkehrsproblem nur von einem Landkreis einfach nur in den nächsten Raum verlagert wird ohne eine nachhaltige Lösung des Autoverkehrsproblems anzustreben.
Mit mehreren Mrd. € Investitionen in den Straßenbau in den kommenden Jahren soll dort das dauerhafte Autoverkehrsproblem ohne nachhaltige Nahverkehrsangebote behoben werden. Massive Flächenversiegelung und bisher ungekannten Ausmaß sind die Folge. Die negativen Folgen dieser einseitigen Förderung des Straßenverkehrs, wird durch vermehrten Luftverschmutzung, umfangreicher Verlust an Biosphäre und das Massensterben von Vögel und Insekten im Städtedreieck Augsburg – Ingolstadt und München nicht beachtet. Jedoch wird auch dieser massive Straßenbau das Autoverkehrsproblem nicht lösen. Genausowenig lösungsorientiert wie in den letzten 60 Jahren der Autoverkehrförderung.
Nicht umsonst ist Bayern im Bundesländerindex Mobilität und Umwelt 2016/17 nur auf Platz 15 von 16 Bundesländern.
Das BBSR zur (ÖV-) Nahversorgung kommt in ihrer regionalen Detailstudie zu einem vergleichbaren negativen Ergebnis.
Gerne wird immer aus politischer Seite behauptet, dass der ÖPNV viel zu teuer und zu langsam sei und sich nicht lohne! Der Bürger sollte daher bei der Politik intensiver nachfragen und könnte auf seiner Suche nach einer Antwort eine Überraschung erleben. Informationen zum Thema Kostenwahrheit Auto vs. ÖPNV finden Sie hier.

Man wirbt politisch mit diesen Landschaften sehr gerne für den Tourismus, der jedoch mangels Alternativen dann mit dem fossilen Auto anreisen muss.  Hier stellen sich die selbst geschaffenen Zwänge und Abhängigkeiten der zunehmenden Verlagerung des Personen- und Warenverkehrs von der Schiene auf die Straße sehr gut dar. Statt Naturerlebnis gibt es Straßenbau.
Auch hier wollen wir kurz anhand der Paartalbahn darstellen, wie umfangreich diese Verlagerung vom ehemals leistungsfähigen Schienenverkehr auf die Straße diesen Kreislauf der Landschaftsverbrauches durch den Straßenbau negativ befördert wird.
Dabei ist die Lösung des fossilen Autoverkehrs für die Landkreise Aichach-Friedberg, Neuburg-Schrobenhausen und Dachau leicht, schnell und preiswert zu lösen: Mit einer leistungsfähigen MVV Buslinienverbindung sofort als Vorläuferverbindung und mit Folgeprojekt eines S-Bahnlückenschluss innerhalb von 8 Jahren.
Der Vollausbau der Paartalbahn muss endlich umgesetzt werden. Technisch ist dies kein Problem. Leider fehlt es am politischen Willen. Am Geld liegt es nicht.

Oder um Ludwig Thoma zum Thema Eisenbahnverkehr in Bayern zu zitieren:
“…. Mit Beginn des Bahnbaus im Jahre 1910 verfasste er unter der Überschrift -Verkehr in Bayern – einen sehr kritischen Artikel über diese Bahnlinie nach Altomünster. Darin beklagt er zunächst, dass man nicht “…frischweg eine Vollbahn von Dachau nach Aichach gelegt hat, die nach allen Seiten hunderfältigen Nutzern spenden könnte”. Solche Bahnen sind nach seinen Worten schon seit Jahrzehnten nicht mehr im “Königreich” angelegt worden. “Viel lieber baut man bald diesem, bald jenem Abgeordneten für seine Wähler Gefälligkeistbahnen….”
Zietiert nach: Drehscheibe des Südens – Eisenbahnknoten München, Peter Lisson u.a., 1991, Hestra-Verlag
Eine verkehrspolitische Sicht die heute noch aktuell ist und auch heute fehlt noch immer die Weitsicht.

Die Bürger (ob Laien, Fahrgäste oder Fachmann), die Anliegergemeinden und deren Umland, sowie Gewerbe, Industrie und Verkehrsanbieter, Fahrgast- und Naturschutzverbände werden zur Mitarbeit eingeladen. Es sollen die Fahrgastbedürfnisse, die Infrastrukturplanungen, der Infrastrukturbedarf und die menschenfreundliche Stadtentwicklung an der Paartalbahn zusammengeführt werden. Ziel ist eine menschen- und umweltgerechte nachhaltige Mobilität aus Bürgerhand.

Diese Homepage möchte mit einer guten Portion gesunden Menschenverstandes das Thema nachhaltige E-Mobilität, Multimobilität beleuchten und dem Ausbau der Paartalbahn, sowie dem S-Bahnlückenschluss Aichach – Altomünster eine neue Ausrichtung und neuen Schub geben.
Sie dient der Förderung der echten öffentlichen und nachhlatigen Elektromobilität, des Umweltschutzes, des Landschaftsschutzes und zur Förderung einer sauberen Luft durch öffentliche Elektromobilität.

Wir suchen Unterstützer für diese Vorhaben, damit wir dieses bürgernahe Informationsangebot weiter ausbauen und weitere Gutachten und fachkundige Ausbaupläne für ihre nachhaltige Elektromobilität einfügen können. Eine Gründung einer Bürgerinitiative zur Förderung diese Projektes sollte durch die Bürger angestrebet werden.
Die Zukunft des nachhaltigen Öffentlichen Personennahverkehr sollte nicht von der Autolobby gestaltet werden. Deshalb Fördermitglied und Spender werden.

Spender gesucht:
Die Autolobbypolitik verweigert eine objektive Verkehrsplanung. Wir wollen als Information für die Bürger über die Paartalbahn und dem S-Bahnlückenschluss ein Fachgutachten erstellen lassen. Dazu benötigen wir ihre Spende in Höhe von ca. 10 000 .-€, um ein solches Fachgutachten zu erstellen und öffentlich zur Information für die Bürger zur Verfügung zu stellen.

Hinweise zur fachlichen Erweiterung und fachlich- sachlichen Korrektur sind erwünscht: kontakt@buemobil.de
Diese Homepage erhebt nicht den Anspruch einer vollständigen fachlichen oder gar wissenschaftliche Ausarbeitung.