Aktuell

Leider betrachte die lokale und regionale Verkehrspolitik unsere Vorschläge und die anderer Bürgerinitiativen, die sich für Umweltschutz und Verkehrswende einsetzen, weiterhin als träumer und lästige Initiativen, die den Gedanken der ungebremsten Straßenbaus, Lkw- und Autoverkehrvermehrung nur im Wege stehen.
Man tut immer noch so, als gäbe es in Bayern keine Straßen und Bayern wäre daher ein Straßenbauentwicklungsland.

Im Angesicht der anhaltenden und sogar fortschreitenden –
– Energiekrise (Fossilenergiekrise im Bereich von Öl und Gas)
– Klimakrise (auch Trockenheit)
– Versorgungskrise (auch Bedrohung der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelerzeugung)
– Transportkrise und Logistigkrise
– Lkw-Fahrermangel oder Ausfall von Lkw Fahrern im großen Umfang.
– Gesundheitskrise (Die nächst Seuche kommt bestimmt)

sowie anwachsender Kriegsgefahr, stellt sich die Frage, ob diese Blockadehaltung der Städte und Landkreise in Bayern bei der den Reaktivierung und Neubau von Gleisanschlüssen, Eisenbahnstrecken und Ausbau des ÖPNV (ebenso Eisenbahnstrecken) einfach so weiterhin eine Blockadehaltung einnehmen dürfen.

Der Landkreis ND gehört zu den Landkreisen mit den schlechtesten entwickelten ÖPNV in Bundesvergleich und in Bayern.
Beim Schienenpersonenverkehr hängt man weiterhin beim Stundentakt fest, obwohl die Paartalbahn zwei Großstädte miteinander verbindet.
Den Schienengüterverkehr gibt es praktisch nicht mehr, weil man diesen vollständig auf die Straße verlagert hat, um damit den verkehrspolitisch Staßenneubau zu rechtfertigen.

Gibt es eine Krisenvorbereitung im Bereich des ÖPNV?
Nein. Die bayerische Regionalpolitik geht weiterhin davon aus, dass die oben genannten mehrfachen und anhaltenden Krisen keine Maßnahmen erfordern.
Man geht offenbar weiterhin davon aus, dass ein weiterhin umfangreicher Staßenbau und Vermehrung des Lkw und Autoverkehr ein ausreichender Beitrag zur Krisenbewältigung ist.

Gibt es eine Krisenvorbereitungen auf eine Transport und Logistikkrise?
Nein. Die bayerische Regionalpolitik geht weiterhin davon aus, dass diese mehrfachen und anhaltenden Krisen keine Maßnahmen erfordern.
Man geht offenbar weiterhin davon aus, dass ein weiterhin umfangreicher Staßenbau und Vermehrung des Lkw und Autoverkehr ein ausreichender Beitrag zur Krisenbewältigung ist.

Beim der Reaktivierung von Schienenstrecken geht man in Bayern weiterhin der Weg der Streckenstilllegung. Schienengleisanschlüsse werden nicht proaktiv gefördert oder gar verhindert.
Man geht offenbar weiterhin davon aus, dass ein weiterhin umfangreicher Staßenbau und Vermehrung des Lkw und Autoverkehr ein ausreichender Beitrag zur Krisenbewältigung ist.

Bayern ist beim ÖPNV im Bundesländervergleich weiterhin auf Platz 15 von 16. Wird sich dies ändern?
Ja. Andere Bundesländer setzen verstärkt auf Streckenreaktivierung und ÖPNV Ausbau. Bayern wird daher in einigen Jahren Platz 16 von 16 im Bundesländervergleich erreichen.
Die bayerische Regionalpolitik geht weiterhin davon aus, dass diese mehrfachen und anhaltenden Krisen keine Maßnahmen und keine Änderung in der Verkehrspolitik erfordern.
Man geht offenbar weiterhin davon aus, dass ein weiterhin umfangreicher Staßenbau und Vermehrung des Lkw und Autoverkehr ein ausreichender Beitrag zur Krisenbewältigung ist.

Was sagt die lokale und regionale Verkehrspolitik dazu?
52 Lkw mit 52 Fahrern können 1 Güterzug mit einen Fahrer ersetzen und man muss dafür nur noch viel mehr Straßen bauen.
120 Autos mit 120 Fahrern ersetzt 1 Personenzug mit einem Fahrer und man muss dafür nur noch viel mehr Straßen bauen.
Was ist Fakt:
Ein Güterzug (1 Fahrer) kann ca. 52 Lkw (= 52 Lkw Fahrer) ersetzen.
Ein Personenzug (1 Fahrer) kann ca. 120 Autos (120 Fahrer) ersetzen.

Was wird dabei nicht berücksichtigt?
Straßenbau wird meist über landwirtschaftliche Flächen gebaut. Dies bedeutet, dass der Straßenbau den Anbau von Grundnahrungsmittel zerstört und der Wasserhaushalt stark beschädigt wird.
Auf Straßen wächst kein Brot und er löscht nicht den Durst.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die bayerische Verkehrspolitik (von Kommunal, Landkreise, Regierungsbezirke bis zum Bundesland Bayern) offenbar völlig hilflos und in Schockstarre in der gegenwärtigen, sich ausweitenden und lang anhaltenden Krisensituation gegenübersteht. Diese politishe Hilflosigkeit und Schockstarre ist eine Folge, die jeher grundsätzlich falsche bayerische Verkehrspolitik (und auch Energiepolitik) zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Verkehrspolitik zu verändern.
Oder wie sagte die (ex) CSU Landesverkehrsministerin Schreyer noch vor kurzem: “… Vom Begriff “Verkehrswende” hält Bayerns Verkehrsministerin nichts….” Quelle: Mainpost