Lückenschluss Level 1

Lückenschluss mittels Elektroschnellbusverbindungen (E-X-Bus)
Die Paartalbahn (ca. 9000 Fahrgäste werktäglich zunehmend. Eingleisiger Dieselbetrieb) verbindet die Metropolzentren und Metropol- und Oberzentren Augsburg und Ingolstadt.

Zwischen diesen beiden Zentren Ingolstadt und Augsburg liegen mehrere größere Städte und Kommunen, u.a. wie Aichach und Schrobenhausen, mit einer Gesamteinwohnerzahl von ca. 80 000 an der Paartalbahn (inkl. erweiterte Umlandgemeinden mit weiteren ca. 40 000 Einwohnern).
Alle Landkreise in Südbayern warten mit einem positiven hohen Bevölkerungswachst zwischen + 7% – + 15% jährlich auf.
Aus den Altlandkreisen Aichach und Schrobenhausen (Quellverkehr) pendeln ca. 16 000 –  25 000 Auto-Berufspendler auf den Straßen in den Raum Dachau, Karlsfeld und München-Allach zu ihren Arbeitsplätzen (Zielverkehr).

Trotz hohem Bevölkerungszuwachs in den Landkreisen ND/SOB/AIC, mit anwachsendem Pendelverkehr, gibt es zwischen der Paartalbahn und dem MVV-Raum / S-Bahnnetz München keinen erwähnenswerten Öffentlicher Nahverkehr in die Ziel-Pendlerräumen des MVV.
Es gibt durchaus Buslinien von Aichach und Schrobenhausen in den MVV Raum, die jedoch für den täglichen Berfspendlerverkehr nicht geeignet sind (Siehe ÖPNV und Schienengüterverkehrs-Qualitätsmängel (nicht nur) im Paartalraum.
Daher ist derzeit der ÖPNV-Anteil am Modalsplit im Landkreis ND/SOB und AIC/FDB beinahe gleich 0%, obwohl ein sehr hohes Fahrgastpotential vorhanden ist.
Eine Ausnahme ist die Linie 9159 von Bahnhof Schrobenhausen nach Bahnhof Petershausen. Die jedoch wenig verkehrspolitische Aufmerksamkeit erfährt. Sie bleibt daher weit hinter den Möglichkeiten einer Autoverkehrsentlastung zurück. Es fehlt jeglicher ernsthafter politischer Wille einer Angebotsverbesserung.

Die Bahnhöfe Aichach und Altomünster sind nur ca. 15 km von einander entfernt. Die S-Bahnlinie S2A beginnt in Altomünster. Diese Strecke ist elektrifiziert und weißt ca. 1600 Fahrgästen werktäglich auf (zunehmend). Selbst diese kurze Buslinie zwischen Aichach und Altomünster wird derzeit aus verkehrspolitischen Verweigerungsgründen nicht einmal diskutiert.

Umstieg vom Autoverkehr
Das erschließbare Berufspendlerpotential (Schätzung) als Umsteiger vom Auto zum ÖPNV mittels eines E-X-Buskonzeptes zwischen Aichach und S-Bahnnetz München via Altomünster darf mit ca. 800 Nutzern werktäglich im 1-3 Betriebsjahr angenommen werden und in 3-5 Jahren mit ca. 1000 – 1200 werktäglich.
Den erschließbaren Gelegenheitsverkehr (Schätzung) von ca. 300 Nutzern werktäglich als Umsteiger von Auto auf den E-X-Bus in den ersten 3 Jahren und auf ca. 600 werktäglich in 3 – 5 Jahren.
Zeitgleich wird dadurch der umweltfreundliche Tourismus aus / nach Raum München / Paartalraum mit den öffentlichen nachhaltigen Verkehrsmitteln erreichbar und gefördert, der bisher aus 100% fossilem Autoverkehr besteht.
Die Städte Aichach und Schrobenhausen, mit ihrer schönen historischen Altstadt, und den Radwanderwegen entlang des Naturschutzgebietes Paartal, könnten erstmals multimodal mit nachhaltiger öffentlicher Elektromobilität neu erschlossen und synergetisch verknüpft werden.

Ziel:
– ÖPNV-Mobilitätslückenschluss zwischen zwei Eisenbahnstrecken und Neuerschließung der bisher mit ÖPNV völllig unterversorgten Räumen. Erschließung von bisher unerschlossener Fahrgastpotentiale für den ÖPNV, mit einer synergetisch wirkenden ÖPNVV-Elektromobilitätsverknüpfung.
– Verringerung des schädlichen und fossilen Pkw-Verkehrsanteil, Luftreinhaltung und Entlastung der Pendlerquerungslandkreise Aichach und Dachau vom fossilem Kfz-Verkehr um ca. 10 000 – 15 000 Autofahrten täglich. Damit Steigerung des ÖPNV im Modalsplit und bundesweite beispielhafte Förderung der ÖPNV-Elektromobilität.
– Vermeidung von massiven Straßenneubaumaßnahmen (Luf-, Wasser-, Umwelt- und Landschaftsschutz) im Paartalraum, die mit mehreren Mrd. € im Lkr. Dachau, Karlsfeld und Stadt München als bekannte Autoverkehr-Dauerstaubereiche, geplant sind.

Als Bürgerinitiativen Mobilität e.V.  möchten wir Bürger und die Politik für ein Netz mit E-Bus-Expressbusverbindungen (als E-Midibus) beispielsweise zwischen dem Bf Aichach und dem Bf Altomünster der S2A, Schrobenhausen – Altomünster und Schrobenhausen – Pfaffenhofen, werben.
Die Einbindung der vorgeschlagenen Linien in den MVV-Tarifraum ist möglich bzw. bereits gegeben (MVV-Tarifzone 5 bei Wollomoos/Xyger). Diese verkürzte Verbindung senkt die Fahrtkosten für Fahrkarten und die Reisezeit nach München um ca. 40 – 60% im Vergleich bei den bisherigen Zugfahrtangeboten via Ingolstadt/Augsburg nach München.
 
Vorteile:
Die Einrichtung einer Elektro-Expressbuslinie (Midi-Bus), inkl. Fahrradmitnahmemöglichkeit, ist eine direkte Förderung des umweltfreundlichen multimodalen ÖPNV.

Es wäre die 1. E-Busregionallinie im MVV-Raum und ganz Bayern / Deutschland, außerhalb der Metropolen, mit hoher bundesweiter politischer Signalwirkung, öffentlicher Aufmerksamkeit und Vorbildfunktion.
Es ermöglicht eine ÖPNV Verknüpfung zwischen zwei bisher getrennten Eisenbahnstrecken mittels einer E-Bus-Expresslinie. Es ist ein ÖPNV-Mobilitäts-Lückenschluss mit synergetischer Wirkung im (über-) regionalem ÖPNV-Netz.

  • Sehr geringe Investitionskosten: Der Busbahnhof Aichach und die Bushaltestelle am Bf Altomünster sind mit örtlicher Wendemöglichkeit ausgestattet und eine E-Bus Stromtankstelle in Altomünster am Bahnstromnetz mittels 100% Öko-Bahnstrom ist möglich.
  • Die Reisezeit zwischen Aichach – Altomünster – Dachau – Karlsfeld – München-Allach entspricht ungefähr den Fahrzeiten des fossilen Autoverkehrs. Die Linie stellt damit auch zeitlich ein ansprechendes Angebot für umstiegswillige Autofahrer dar.
  • Die Fahrzeit von ca. 25 Minuten zwischen Bahnhof Aichach – S-Bahnhof Altomünster mit der Expressbus Direktverbindung via DAH2 / St2047 und mit Ersterchließungsmöglichkeit von weiterem Fahrgastpotential in Wollomoos (ca. 700 Einwohner, MVV- Grenze) und Ortsteil Klingen (ca. 1080 Einwohner) für den ÖPNV. Hinzu kommen noch die Umsteiger der benachbarten Gemeinden, die diese Angebot nutzen können.
  • Hohe synergetische Wirkung mittels weiterer Fahrgaststeigerung auf der Paartalbahn und der S-Bahn S2A Altomünster – München – Erding, sowie den örtlich bestehenden AVV/MVV-Regio-Buslinien an den Bahnhöfen Altomünster und Aichach.

Vorhandenes gutes Schienenverkehr-Taktangebot mit synergetischer Wirkung im Bereich Fahrgastaufkommen auf beiden Linienendpunkten in Aichach und Altomünster, sowie bedarfsnahe Linienführung in die wichtigsten Zentren vorhanden
via Aichach: Paartalbahn-BRB Regio-Taktverkehr 30/60 Richtung Augsburg Hbf und (30) 60` Richtung Ingolstadt (ICE München – Berlin)
via S-Bahn S2A Altomünster: 30/60 Takt Richtung Dachau, München-Ost / Flughafen München / Erding + RE/RB Anschluss in Dachau Bahnhof – München Hbf / Ingolstadt Hbf.
Damit ist durch den ÖPNV-Lückenschluss zwischen Bf Aichach und Bf Altomünster ein hoher Umstiegsanreiz vom Autoverkehr auf den ÖPNV gegeben.

  • Bequeme Fusswegentfernung zwischen den Verkehrsmitteln. In Altomünster ca. 15 m Fussweg zwischen Bushaltestelle und S-Bahn. In Aichach/Schrobenhausen ca. 50m.
  • Weiterhin starkes Bevölkerungswachstum in den Landkreisen Dachau, Aichach und Neuburg-Schrobenhausen zwischen 5% – 15% jährlich. Damit ist die Grundlage für einen dauerhaften Fahrgastzuwachs für alle öffentlichen Verkehrsmittel gegeben.

Dies funktioniert auch mit den Linien Schrobenhausen – Pfaffenhofen und Schrobenhausen – Weilachtal – Altomünster ebenso.
Dazu braucht es keinen vorgeblichen weiteren umfassenden Straßenbau, sondern einfach einen verkehrspolitischen Willen.
Andere EU Länder sind hier Bayen um Jahre weit voraus. Das es ausgezeichnet funktioniert, zeigt das kleine ländlich strukturierte Gebirgsland Südtirol. Öffentlicher Nahverkehr Wer sich in Südtirol auch ohne Privatauto bewegen möchte, kann auf ein gutes System im Nahverkehr zählen.